Die Bundesbahnschule entstand am 1. August 1970 durch die Vereinigung einer Schule mit der schon bestehenden Fernmeldeschule. Im Jahr 1969 begannen die Bauarbeiten für den Neubau einer Großschule. Die bereits vorhandenen Gebäude aus den Jahren 1949 und 1961/1962 wurden mit einbezogen. Im Januar 1971 wurde der Schulbetrieb in vollem Umfang aufgenommen.

In der Bundesbahnschule wurden Mitarbeiter/-innen des gehobenen technischen Dienstes sowie des mittleren nichttechnischen und technischen Dienstes ausgebildet. Ein weiteres Aufgeabenfeld waren die Fortbildungen für verschiedene Fachbereiche und Funktionen.

Für eine praxisnahe Ausbildung standen verschiedene Einrichtungen zur Verfügung, beispielsweise: Zwei maschinentechnische Säle, ein Lehrstellwerk, ein Fernsprech-Raum, ein Saal für Drehstromtechnik, ein PC-Raum und ein elektrifiziertes Anschlussgleis für die Lokführerausbildung. Anfang der 90er Jahre wurde sogar ein Triebkopf (401 006) für drei Wochen zu Anschauungszwecken in diese Bundesbahnschule gebracht.

Es waren auch mehrere Übernachtungshäuser vorhanden, in die u. a. die Auszubildenden Einzelzimmer mit Bad und eingebauten Schränken sowie vorhandenen Möbeln einziehen konnten. Es gab mehrere Etagen in den Übernachtungshäusern und an den Abenden saß man bestimmt oft auf den zusammenhängenden Balkonen.

Mittlerweile ist der Großteil der ehemaligen Bundesbahnschule brachliegend. Ein kleiner Teil wird noch genutzt als DB Training und wurde zum Teil neu gebaut und umgebaut. Dort befinden sich noch wichtige Ausbildungswerkstätten für Azubis der DB AG sowie einige Schulungsräume und die Simulatoren für die Lokführer. Das damals auf dem Gelände vorhandene Fernmeldewerk zog auch vor einigen Jahren aus und siedelte sich außerhalb der Stadt an. Die Übernachtungshäuser hätten mitunter noch einen guten Absatz gefunden, hätte man sie beispielsweise weitervermietet an Azubis oder Kursteilnehmer.

Das restliche Gelände soll laut Zeitungsberichten noch im Jahr 2010 verkauft werden. Die Gebäude müssen einer Wohnbebauung weichen, die Lage an sich ist recht attraktiv. Bis zum endgültigen Abriss finden dort auch noch regelmäßig Polizei- und THW-Übungen statt. Das Haupt-/Verwaltungsgebäude des Fernmeldewerks wurde aus dem Denkmalschutz herausgenommen, sodass der Abriss dieses Gebäudes erfolgen kann.

Auch ich, die Webmasterin, habe einen Bezug zu diesem Gelände. Ich verbrachte in einigen Räumen noch viel Zeit, gerade in den Jahren 2003 und 2005, als jeweils meine beiden Ausbildungen bei der Bahn starteten. Nach und nach fanden unsere Kurse dann nur noch im Neubau statt und wir schauten uns das alte Gelände hin und wieder während unseren Kursen an.

Umso schockierter war ich, als ich jetzt, einige Jahre nach meinem letzten "Rundgang", dort auf einmal in meinen alten Seminarräumen stand, die mittlerweile leider leer sind und verwüstet wurden.. Auch der alte und selbstgebaute Kuppelstand, an denen wir auch noch die ersten Übungen bezüglich Wagen kuppeln machten, verrottet mittlerweile auf der Terrasse... Das DB Casino (Kantine) wurde auch vor einigen Jahren modernisiert. Leider ist es mittlerweile auch völlig verwüstet... Mittlerweile soll der Abriss dort fortgeschritten sein.

 

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