Mit der Gründung der Mechanischen Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bamberg im Jahre 1858 (ERBA steht für Erlangen-Bamberg), veränderte sich das Aussehen des ländlich geprägten Gaustadts und das Leben seiner Bewohner nachhaltig. Das ursprüngliche Klosterdorf entwickelte sich rasant zu einer Industrie- und Arbeitergemeinde. Recht schnell erweiterte man das Gelände um eine Zwirnerei, Bleicherei und Garnfertigung. Das eigene Wasserkraftwerk sowie eine Dampfmaschine mit Kesselhaus versorgten das gesamte Fabrikgelände mit Elektrizität. Insgesamt ratterten ca. 52.000 Spindeln und 750 Webstühle (später 1000) in Gaustadt.

Mit der Zeit entstanden auch Werkswohnungen, eine Turn- und Veranstaltungshalle, eine Badeanstalt, Kegelbahn und eine Werkküche für die eigenen Angestellten und Arbeiter. Bis zu 1500 Leute arbeiteten auf dem Gelände.

Mit dem Konkurs der ERBA AG 1993/1994 verlor Gaustadt seinen größten Arbeitgeber und seine wirtschaftliche Bedeutung in der Region. Auf dem Industriegelände soll der Nordpark entstehen und 2012 die Landesgartenschau stattfinden.

Eine ausführliche Firmengeschichte gibt es hier nachzulesen: Bürgerverein Gaustadt - Geschichte der Weberei ERBA. Die Fotos entstanden im November 2008.

 

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