Der Bochumer Verein war ein Montankonzern mit Sitz in Bochum. Es zählten mehrere Stahlwerke und Zechen dazu, insgesamt arbeiteten über 20.000 Menschen für den Konzern. Er entstand 1854 aus der Gussstahlfabrik Mayer und Kühne. 1965 fusionierte der Konkurrent Krupps mit der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG. Nach verschiedenen Namenswechseln firmiert ein Nachfolgeunternehmen heute wieder als Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH.

Das Unternehmen ist mit etwa 580 Mitarbeitern heute wieder als Lieferant für die Eisenbahn tätig und produzierte beispielsweise die Radreifen für den ICE. Außerdem werden gummigefederte Radsätze für Straßenbahnen hergestellt, deren Entwicklung und technische Umsetzung der Bochumer Verein wegweisend betrieben hat. Ein solcher gummigefederter Radsatz verursachte den schweren ICE-Unfall von Eschede am 3.6.1998, bei dem 101 Menschen starben. Er wurde von der VSG (Vereinigte Schmiedewerke GmbH) hergestellt.

Auf diesem Gelände wird teilweise noch produziert. Der Rest dieses Geländes liegt brach, ist sehr zerstört worden und bietet dennoch öfters Unterschlupf für Obdachlose. Auch "Toto & Harry" waren auf diesem Gelände bereits beruflich tätig. Die Fotos entstanden im September 2009.

 

ok