Die Malzfabrik Carthause wurde im Jahr 1910 gebaut. Dokumente zeigen, das sie nach dem Mauerfall weiter als Malzfabrik Carthause GmbH die Geschäfte tätigte. Oktober 1991 bekam die Malzfabrik noch eine Labor-Universalmühle der Firma Böhler in Braunschweig geliefert. Später war hier nur noch ein Getränke- und Zeltverleih im Gebäude. Wann die Fabrik letztendlich stillgelegt wurde, ist unbekannt.

Die verbliebenen Maschinenreste lassen keinen Zweifeln an der früheren Nutzung aufkommen. Natürlich waren auch hier bereits Plünderer am Werk. Malz- und Kornreste haben Unmengen von Tauben angelockt, die sich sichtlich wohl fühlen. Im gesamten Gebäude sind zudem alte Zeitungen aus München verstreut, die meisten aus den 80er Jahren.

Aber auch für fragwürdige Partys und Treffs wurde diese Fabrik genutzt. In der ehemaligen Küche fanden sich einige Gläser mit ziemlich ekelhaft aussehendem Inhalt in Grün-Braun, der wohl schon lebte. Zum Glück waren die Gläser zu. Alles in allem waren wir froh, als wir aus diesem Gebäude heraus waren, ziemlich unheimlich und vermüllt dort drin. Die Fotos entstanden im April 2009.

 

ok