Die Gummiwerke Continental in Hannover-Limmer gehört mit zu den größten Industrieruinen. Im Jahre 2000 stellte Continental hier endgültig die Produktion ein. Die Werke waren nicht mehr zeitgerecht und haben auch keine ideale Verkehrsanbindung. Die Produktion wurde an den Standort Hannover-Stöcken am Nordhafen verlagert.

2002 wurde das Gelände von der eigens hierfür gegründeten Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG gekauft. Seither ist es spannend, was passiert mit dem Industriegelände? Einige Gebäude wurden bereits abgerissen. Hier soll eine Wasserstadt mit vielen Wohn- und Dienstleistungsgebäuden entstehen. Jedoch ist die Sanierung nicht sehr einfach, der Boden ist stark belastet und die Bebauung verzögert sich wegen denkmalgeschützten Gebäuden.

Das 17 ha große Gelände ist mittlerweile starker Anziehungsmagnet für Besucher, Touristen, Fotografen und Grafitti-Künstlern. Der Charme der Ruine lässt sich hervorragend mit verschiedenen Lichtverhältnissen in Szene setzen.

Die Anlagen gehörten seit 1929 zu den Continental Werken. Sie entstand um 1899 herum durch Auslagerung der Produktion der bereits 1862 gegründeten "Hannoverschen-Gummikamm-Fabrik". Hier wurden zunächst Kämme, medizinische Produkte oder Bälle produziert. Später verstärkt Auto- und Fahrradreifen.

Architektonisch hatte das Gelände viel zu bieten. Alte Backsteinbauten, einen denkmalgeschützten Wasserturm sowie fünfstöckige Lagerhäuser mit Reifenfiguren an der Wand.

Mittlerweile wurde das Gelände recht zügig leer geräumt, viele Gebäude wurden schon abgerissen (Stand Februar 2009). Was mit den denkmalgeschützten und mit Nitrosaminen stark kontaminierten Backsteinbauten am Kanal passieren soll, ist mir derzeit nicht bekannt.

Durch meine beiden Besuche in den Jahren 2008 und 2009 sind mehrere Fotos entstanden, die auf vier Galerien aufgeteilt wurden.

 

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